“Die Frage ist nicht, was man betrachtet – sondern was man sieht.”
Henry David Thoreau

Unser Sehen wird durch das Wissen auf die bloße Erkennung eines Objekts konditioniert, so dass wir seine Komplexität oft nicht wahrnehmen. So überlebensnotwendig diese Art des Sehens auch ist, weil es uns eine schnelle Orientierung und unmittelbare Reaktion erlaubt, so sehr beschränkt es gleichzeitig das kreative Potenzial unseres Sehsinns. Das verweilende Betrachten hingegen eröffnet uns, die Details eines Gegenstandes zuordnungsfrei zu erfassen und andere Lesarten und Interpretationen dessen zuzulassen.

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